Kriminelle hinter zwei kanadischen Bitcoin-Betrügereien geben sich als Polizei aus

Bitcoin-Betrügereien in Kanada: Betrüger gaben sich als Gesetzeshüter aus.

Zwei Bitcoin-Betrügereien haben in Kanada stattgefunden, wo sich die Betrüger als Gesetzeshüter ausgegeben haben.
Die Betrüger werden von der RCMP (Royal Canadian Mounted Police) des Bezirks Strathcona untersucht.

Einem Bitcoin-Betrug zum Opfer gefallen

Die Behörden sagen, dass die Kriminellen hinter den beiden Bitcoin-Betrügereien im Bezirk Strathcona ihre Opfer telefonisch kontaktierten und sich als Polizisten ausgaben.

Bei jedem der beiden Bitcoin-Betrügereien wurde das Opfer von jemandem kontaktiert, der sich als Mitarbeiter der kanadischen Steuerbehörde ausgab. Eine zweite Person gab an, dass sie ein Offizier der Royal Canadian Mounted Police sei.

Dem ersten Opfer wurde gesagt, dass ihnen eine Verhaftung drohe, wenn sie nicht sofort eine Zahlung leisten würden. Dem Opfer wurde gesagt, es solle Bargeld von seiner Bank abheben und in einen Bitcoin-Automaten einzahlen. Das erste Opfer folgte den Anweisungen der Betrüger und zahlte CA$ 12.000 [AU$ 12.876] ein.

Dem zweiten Opfer wurde von den Betrügern mitgeteilt, dass ihre Sozialversicherungsnummer kompromittiert worden sei. Dem Opfer wurde gesagt, dass sie nun mit mehreren Betrugsvorwürfen konfrontiert seien, aber jegliches Geld, das in einen Bitcoin-Automaten eingezahlt wurde, sei sicher. Das Opfer hob daraufhin Geld von seiner Bank ab und zahlte es in einen Bitcoin-Automaten ein.

Insgesamt haben die beiden Bitcoin-Betrügereien den beiden Opfern netto über 21.000 CA$ [22.533 AU$] eingebracht.

Verlorenes Geld

Es versteht sich von selbst, dass das Geld, das die Opfer übergeben haben, längst weg ist.

Constable Chantelle Kelly von der RCMP des Bezirks Strathcona sagte: „Es gibt keine Umstände, unter denen die Polizei Personen kontaktiert, die Bitcoin anfordern. Diese Betrüger kontaktieren normalerweise Hunderte von Menschen in der Hoffnung, dass ihnen jemand Geld schickt.

Die Worte des Constables sind wahr. Ein Unternehmen oder eine Regierungsbehörde wird keine sofortige Zahlung über das Telefon oder durch Einzahlung in einen Kryptogeldautomaten verlangen.

Betrüger verlassen sich darauf, dass das Opfer in Panik gerät und nicht die nötigen Schritte unternimmt, um zu überprüfen, ob das, was ihnen gesagt wird, tatsächlich wahr ist. Wenn Ihnen gesagt wird, dass Ihnen eine sofortige Verhaftung droht, wenn Sie keine Zahlung leisten, sei es, indem Sie jemandem Ihre Kreditkartendaten geben oder eine Kryptogeldzahlung vornehmen, ist das immer eine riesige rote Flagge, dass ein Betrug begangen wird.

Die beste Vorgehensweise, wenn Sie eine solche Mitteilung erhalten, ist, sich an das eigentliche Unternehmen oder die Agentur zu wenden, dem bzw. der Sie angeblich Geld schulden. Ein paar Minuten am Telefon können Ihnen den Kummer ersparen, Hunderte, wenn nicht Tausende von Dollars in die Hände von Betrügern zu schicken.

Es versteht sich von selbst, dass eine Person, die einer Gruppe tatsächlich viel Geld schuldet, mehrere Mitteilungen per Post erhalten hätte, wie zum Beispiel eine letzte Mahnung oder einen Brief, in dem die Angelegenheit an einen Schuldeneintreiber weitergeleitet wird.